Hospiz bedeutet Herberge und Gastfreundschaft. Das Leben wird als "Unterwegs-sein" verstanden, bei dem wir vielfach auf Begleitung angewiesen sind. Der Hospizgedanke geht davon aus, dass gerade für die letzte Wegstrecke des Lebens Unterstützung und Beistand benötigt wird.

Weiter beschreibt der Hospizgedanke die Idee von menschenwürdigem Sterben in vertrauter Umgebung. Er betrachtet das Sterben als Teil des Lebens, der weder aktiv abgekürzt, noch künstlich verlängert werden soll. Vielmehr ist Hospiz Lebenshilfe, in der es darum geht, den verbleibenden Tagen mehr Leben zu geben, statt dem zu Ende gehenden Leben nur Tage hinzuzufügen. Dieser Hospizgedanke geht auf Cicely Mary Strode Saunders  (* 22. Juni 1918, † 14. Juli 2005) zurück: Sie ist die Begründerin sowohl der modernen Hospizbewegung als auch der Palliative Care und gilt als Pionierin der Palliativmedizin.

Sterbebegleitung ist die umfassende Betreuung von Menschen, deren Krankheit nicht mehr auf heilende Therapie anspricht, mit dem Ziel, ihnen die Lebensqualität weitgehend zu erhalten. Das beinhaltet eine Therapiezieländerung, oft verbunden mit Palliativversorgung  (Konzept zur Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen jeden Alters mit einer nicht mehr zu heilenden Grunderkrankung).

Die wichtigste Aufgabe des Begleiters ist es, die Bedürfnisse und die Wünsche des sterbenden Menschen wahr- und ernst zu nehmen, das heißt, ihm im Sterben seine Würde zu bewahren. Dabei gilt zu respektieren, dass der Patient bestimmt, was er selbst als würdevoll empfindet. Er soll so sterben dürfen, wie wir alle auch leben möchten - seiner selbst gemäß. 

 

"Du zählst, weil du da bist und wirst

bis zum letzten Augenblick deines Lebens

eine Bedeutung haben!"

- Cicely Saunders -