1994 Vorbereitung
Eine chronologische Darstellung der Entwicklung des Hospizdienstes wäre unvollständig ohne auf die Aktivitäten der Planung und Vorbereitung einzugehen, die der eigentlichen Gründung vorausgegangen sind. Im Februar traf sich erstmals der Arbeitskreis Hospizinitiative, dem Vertreter aus den Kirchengemeinden, der Krankenhausseelsorge, der Ärzteschaft, der ambulanten Pflegedienste, der Caritas, der Diakonie und engagierte Privatpersonen angehörten. In diesem Arbeitskreis wurden inhaltliche, formale und organisatorische Fragen geklärt, die den Beginn der Hospizarbeit ermöglichten. Auf dem Hospizkongress in Braunschweig informierte man sich über die Arbeit anderer Hospizdienste. Eine Spendenaktion zum Aufbau des Dienstes vor Ort wurde initiiert.

1995 Gründung
Die Gründungsversammlung des „Fördervereins Hospizbewegung“ findet im April unter der Schirmherrschaft des damaligen Oberbürgermeisters U. Pfeifle statt. Das erste Vorbereitungsseminar für ehrenamtlich Mitarbeitende sowie zahlreiche Vorträge und Gespräche über Ziele und Aufgaben des Hospizdienstes stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt.

1996 Die Arbeit beginnt
Seit Februar werden schwerstkranke und sterbende Menschen vom Hospizdienst begleitet. Die „Woche des Lebens“ wird mitgestaltet, Vorträge und Gottesdienste stehen unter dem Thema „Leben bis zuletzt – Sterben als Teil des Lebens“.

1997 Die Einsatzgruppe wächst
Schon nach einem halben Jahr wird eine zweite Gruppe von Ehrenamtlichen auf ihren Dienst vorbereitet. Der Aalener Hospizdienst tritt in diesem Jahr auch der Landesarbeitsgemeinschaft der Hospizinitiativen (LAG) bei. Gemeinsame Veranstaltungen mit der Familienbildungsarbeit folgen.

1998 Informationen nach innen und außen
Zahlreiche Informationen dienen der Weiterbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ebenso wird vermehrt die Öffentlichkeit über die Hospizarbeit informiert.

1999 Erfahrungsaustausch
Der Hospizdienst nimmt am ersten Landestreffen der Kreisvertreter in Stuttgart teil. Die Einsatzleitungen der Hospizdienste des Ostalbkreises treffen sich zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Das dritte Vorbereitungsseminar für ehrenamtlich Mitarbeitende findet statt.

2000 Ein Fest, eine Zwischenbilanz
In der Zwischenzeit gibt es 20 ehrenamtlich Mitarbeitende und der Förderverein zählte 186 Mitglieder. Seit der Aufnahme des Dienstes wurden 179 Menschen begleitet. Der 1. Hospiztag hat zum Ziel, die Idee der Hospizbewegung einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das neue Büro im Haus Kastanie in Aalen Wilhelm-Merz-Str.4 kann bezogen werden.

2001-2003
Durch Pflegeforen und Projekte zum Thema „Sterbebegleitung - ein interdisziplinärer Auftrag“ wird der Hospizdienst einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Die Anzahl der in Seminaren qualifizierten Mitarbeitenden steigt und auch die Zahl der Begleitungen nimmt zu. Um den gewachsenen Aufgaben im Hospizdienst Rechnung zu tragen wird 2003 eine hauptamtliche Leitung eingesetzt.

2006
Die Organisationsstrukturen werden geändert. Aus dem „Förderverein Hospizbewegung e.V.“ wird der Trägerverein „Ökumenischer Hospizdienst Aalen e.V..

2009
Das Forum Hospiz Ostalb unter der Schirmherrschaft von Landrat Pavel wird gegründet. Es ist ein Zusammenschluss der 7 ambulanten Hospizdienste im Ostalbkreis (Aalen, Abtsgmünd, Bopfingen, Ellwangen, Heubach, Lorch und Schwäbisch Gmünd), dem stationären Hospiz St. Anna in Ellwangen und dem Kinderhospizdienst der Malteser.
Ein Besuchsdienst im Ostalb-Klinikum wird einmal wöchentlich implementiert. Mit Unterstützung des Hospizdienstes wird ein Abschiedsraum im Klinikum eingerichtet und die Umgestaltung der Klinikkapelle gefördert.

2010
Der Hospizdienst bietet Trauerbegleitung an, ein Treffpunkt für Trauernde wird eingerichtet und an einigen Wochenenden „Trauerwege gemeinsam gehen“ angeboten. Auch Einzelbegleitungen sind möglich.

2013
Der Hospizdienst zieht in neue Räume in der Friedhofstr. 7.
Beratung zur Patientenvorsorge wird, in Zusammenarbeit mit der Caritas, in regelmäßigen Abständen angeboten.

Heute
Die Zahl der begleiteten Personen hat sich von sechs im Anfangsjahr auf durchschnittlich 90 Personen erhöht. 30 ehrenamtlich Mitarbeitende begleiten jährlich in ungefähr 2000 Stunden schwerkranke und sterbende Menschen zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und Kliniken. Etwa die gleiche Zeit bringen die Mitarbeitenden für Fortbildungen, Öffentlichkeitsarbeit, Gruppenabende und Besprechungen ein.

Ab Februar 2020 findet jeden 1. Mittwoch im Monat der "Trauertreff" im Evangelischen Gemeindehaus in der Friedhofstr. 5 in Aalen statt.